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Tikwah – die Hoffnung: Das Reichenhaller Lager für „Displaced Persons“ 1946–1951© Stadtarchiv Bad Reichenhall
Vortrag/Lesung/Vorführung

Tikwah – die Hoffnung: Das Reichenhaller Lager für „Displaced Persons“ 1946–1951

Datum

Mi, 28. Okt

Uhrzeit

19:30–21:00 Uhr

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Ort

ReichenhallMuseum

Getreidegasse 4, 83435 Bad Reichenhall

Referent: PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger

Unzählige Menschen, vor allem aus Osteuropa und insbesondere Juden, waren während der Kriegszeit verschleppt und als Zwangsarbeiter eingesetzt worden. Für diese so genannten „Displaced Persons“ (DPs), die sich selbst als „Entwurzelte“ bezeichneten, richtete eine mit der alliierten Militärregierung zusammenarbeitende Organisation der Vereinten Nationen im Frühjahr 1946 ein Lager in den ehemaligen Reichenhaller Wehrmachtskasernen ein. Mit zeitweise bis zu 6.000 DPs, eigenen Schulen, einem Krankenhaus, einer Zeitungsredaktion und Handwerksbetrieben war das hiesige Lager eines der größten seiner Art in der Amerikanischen Besatzungszone. Eine eigene Polizei und Gerichtsbarkeit unterstrichen den Sonderstatus der Einrichtung. Das Zusammenleben der einheimischen Bevölkerung wie auch der nur vorübergehend hier ansässigen DPs gestaltete sich nicht selten problematisch. Zwei jüdische Kongresse, die im Kurhaus stattfanden, trugen letztlich dazu bei, dass man dem Plan zur Gründung eines eigenen Staates Israel näherkam. Auf teils abenteuerlichen Pfaden erfolgte innerhalb weniger Jahre die Auswanderung in das ersehnte Israel, aber auch nach Kanada, die USA und Australien.

Anreise

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Veranstalter

Bad Reichenhall

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